Kleiner Reiseführer Kanarische Inseln

Die Kanarischen Inseln sind in gewisser Weise ein touristischer Sonderfall. Das liegt nicht etwa daran, dass die Angebote so grundsätzlich verschieden sind sondern an der geografischen Lage. Politisch seit eh und je zu Spanien gehörend, liegen die Inseln auf Höhe des südlichen Marokkos und der Sahara und damit mehr als 1.000 Kilometer vom Spanischen Festland entfernt. Für Touristen ist dies durchaus ein Segen, denn entsprechend der Lage sind die Temperaturen auch in den Wintermonaten mild und angenehm. Entsprechend lautet der Beinamen der Kanaren auch „Inseln des ewigen Frühlings“ – was sicherlich jeder Besucher bestätigen wird.

So kommt es dann auch, dass sich die Kanaren eigentlich während des gesamten Jahres bereisen lassen. Es sei jedoch einschränkend erwähnt, dass die Sommermonate deutlich heißer und trockener sind als beispielsweise Herbst und Frühling. Die meisten Niederschläge liegen zwischen November und März, wenngleich auch in diesen Monaten Durchschnittstemperaturen von über 20 Grad Celsius erreicht werden und die durchschnittliche Anzahl an Regentagen maximal bei 6-7 liegt. Doch egal wann Sie auf die Kanarischen Inseln reisen, sollten Sie darauf achten, Ihre Uhr umzustellen. Hier gilt die Westeuropäische Zeit bzw. die Westeuropäische Sommerzeit, was bedeutet, dass die Uhren um eine Stunde zurückgestellt werden müssen.

Da es sich bei den Kanaren um eine Inselgruppe handelt, ergibt sich die Aufteilung gewissermaßen von selbst. Die Hauptinsel ist Gran Canaria, wo sich auch die Kanarische Hauptstadt Las Palmas mit ihren rund 380.000 Einwohnern befindet. Das heißt jedoch nicht, dass die Hauptinsel auch touristisch die Nummer Eins ist, denn in punkto Übernachtungen wird Gran Canaria noch von Teneriffa der Rang abgelaufen. Dahinter liegen dann Lanzarote sowie Fuerteventura. Allen Inseln gemeinsam ist der vulkanische Ursprung mit unzähligen Stränden sowie einem gebirgigen Inselinneren. Doch im Detail ergeben sich vor allem, wenn man auch die kleineren Inseln beachtet, erhebliche Unterschiede. Ein Geheimtipp ist beispielsweise La Gomera. Hier wächst der größte Lorbeerwald der Welt, hier leben noch zahlreiche Hippies und die Felslandschaft im Inneren der Insel sucht weltweit ihresgleichen.

Wer lieber auf einer der Hauptinseln bleibt, der kann sich beispielsweise auch auf Fuerteventura ein ruhiges Plätzchen suchen, denn hier gibt es noch zahlreiche unberührte Strandabschnitte – besonders an der südlichen Ostküste.

Hotel Jardin de la Paz, TeneriffaHotel Rural Cortijo San Ignacio Golf, Gran Canaria

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